TSV Drentwede von 1920 e.V.
Kinder - Maskenball am 1. März 2014 / Bericht Diepholzer Kreisblatt

Tumult auf der Tanzfläche

„Guck mal, ich bin ein Engel!“, ruft die vierjährige Sina ganz aufgeregt. „Und ich bin eine Indianerin“, fügt ihre fünfjährige Cousine Jule stolz hinzu.

Legten sich für die Kinder ins Zeug (v.l.): Ina Voss, Carmen Neugebauer und Svenja Lange. Es fehlte Andrea Marose.

Legten sich für die Kinder ins Zeug (v.l.): Ina Voss, Carmen Neugebauer und Svenja Lange. Es fehlte Andrea Marose.

Die jungen Damen sind am Sonnabendnachmittag auf etwa 160 kleine und große Gleichgesinnte getroffen, die auf Einladung des TSV Drentwede den großen Kinderkarneval im Saal des Gasthauses Schütte feierten. Spiel und Spaß bei Bonbonregen, Riesenrutsche und anderen Aktionen sowie eine Tombola standen drei Stunden im Mittelpunkt.

Dank der Unterstützung von einigen Firmen konnten wir in diesem Jahr besonders tolle Preise für die Tombola auslosen“, freute sich Ina Voss, die gemeinsam mit Svenja Lange die Arbeit der früheren Organisatorinnen Andrea Marose und Carmen Neugebauer übernommen hatten. Letztere half den jungen Frauen an diesem Nachmittag noch einmal kräftig, „doch danach ist Schluss“. Als Dank für ihren jahrelangen Einsatz erhielt Neugebauer einen Blumenkorb. Auch an Marose, die an diesem Nachmittag verhindert war, ging der Dank der Nachfolgerinnen: „Wir übernehmen eine gut funktionierende Veranstaltung.“

„Ich rutsche seit gestern Mittag“, erzählte der siebenjährige Lucas kurz darauf stolz. Denn er ist der Enkelsohn der Wirtsleute und „bestimmt schon tausend mal gerutscht“. Während er mit zahlreichen anderen Kindern an der Riesenrutsche stand, nutzten Turtle-Ninja Victor und Ninja Jaron die Tanzpause, um Luft zu holen. „Es ist klasse hier“, strahlten die beiden Freunde: Das sah auch Anke Raven so, die mit Töchterchen und Nichte gekommen war. „Es ist eine schöne Veranstaltung und eine gute Organisation“.

Plötzlich herrschte großer Tumult auf der Tanzfläche. „DJane Feelgood“, als Schlumpfine verkleidet, läutete die nächste Runde Bonbonregen ein. Rund 100 Kinder im Alter von 2 bis 14 Jahren stürzten los, um die Leckereien zu fangen. Die Eltern nutzten an den Tischen die Zeit, um in Ruhe Kaffee und Kuchen zu genießen, sich an den kühlen Getränken zu erfreuen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Fast alle Erwachsenen waren verkleidet und hofften somit, einen der drei ausgelobten Gewinne für das beste Kostüm zu erhalten. Als erster Preis winkten Theaterkarten. Entscheiden mussten die Kinder, welche Verkleidung die Schönste war. Ob der Schneemann, der Strauch Weintrauben oder gar der rosa Hase, die Wahl fiel nicht leicht. Ebenso mussten die drei Erwachsene ohne Verkleidung auf die Tanzfläche holen und sie „bestrafen“. Dies blieb Jörg Rudnick, Anja Woita und Frank Uhlhorn erspart. Sie belegten in dem Wettbewerb die ersten Plätze.

Karneval des TSV Drentwede

Unterdessen warteten auf die Kinder Gutscheine für Schwimmbad, McDonald´s und Eisdiele. Die Namen der kleinen Narren wurden in eine Losbox geworfen und am Ende gezogen. „Denn alle sind super verkleidet und die Wahl des besten Kostüms wäre zu schwer“, erklärte Svenja Lange. So hatten alle Kinder die gleiche Chance, einen der Gewinne mit nach Hause zu nehmen.

„Doch eigentlich gewinnt ja jedes Kind“, meinten die Organisatorinnen. Schließlich hatten die jungen Besucher Lose für die Tombola gekauft. Hier warteten Hula-Hoop-Reifen, Leuchtstäbe und viele Spiele. Die zwei Damen an der Gewinnausgabe hatten alle Hände voll zu tun. Ebenso die Helfer am Eisstand, wo stets eine kleine Schlange herrschte.

Kleine Punker, Hippies, Clowns und Cowboys tobten drei Stunden lang ausgelassen mit großen Bauarbeitern, Indianern und Gespenstern. Sie wickelten um die Wette Mumien ein, tanzten Limbo und bewunderten die tolle Dekoration im Saal. Viel zu schnell war der vergnügliche Nachmittag zu Ende. Und nicht nur die jüngsten Narren traten müde und glücklich den Heimweg an. · sn